D.O.Ca. La Rioja

D.O.Ca. La Rioja wurde 1926 gegründet. Die Region verdankt ihren Namen dem Río Oja, einem der sieben Nebenflüsse des Ebros in diesem Gebiet, der von Süden kommend nahe der Stadt Haro in den Ebro mündet. Hier liegt auch der Mittelpunkt des Weinbaus in der Rioja. Die Rioja wird im Norden durch das kantabrische Gebirge und im Süden durch die Sierra de la Demanda begrenzt. Das Hauptwirtschaftszentrum der Region ist Logroño. Die Region hat drei Teilgebiete: Rioja Alavesa, Rioja Alta und Rioja Baja. Die Subzone Rioja Alavesa ist nördlich des Ebro zwischen Haro und Logroño gelegen. Sie ist das kleinste der drei Teilgebiete. Die Weinberge befinden sich hier vorwiegend an Südhängen. Die Weine haben einen niedrigen Säuregehalt und eine ausgeprägte Blume. Die Böden sind leicht und kalkreich, locker und porös. Zu den wichtigsten der insgesamt achtzehn Weinbaugemeinden der Alavesa, die ca. 22 % der Gesamtrebfläche der Ursprungsbezeichnung Rioja bewirtschaften, gehören Laguardia, Elciego und Oyón.  Die Subzone Rioja Alta ist das eigentliche Zentrum des Weinbaus, das sich südlich des Ebros zu den Bergen der Sierra de la Demanda hin erstreckt. Hier liegen nicht nur 42 Prozent der Anbaufläche der gesamten Rioja, hier findet man auch die meisten und größten Bodegas der Region. Das Gebiet umfasst 75 Gemeinden sowie einen kleineren Bezirk, El Ternero, der über den Ebro nach Norden in das Gebiet der Alavesa hineinreicht. Auffallend sind die hellbraunen, kalkhaltigen Lehmböden. Angebaut wird hier vorwiegend die Tempranillo-Traube, die den Rioja-Weinen Charakter und Eleganz verleiht. Auch hier herrscht, wie in der Rioja Alavesa, auf Grund der höheren Lage ein kühleres Klima, das noch vom Einfluss des Atlantik bestimmt wird. Hier wachsen leichte, frische Weine von hervorragender Qualität. Die Subzone Rioja Baja schließt sich in südöstlicher Richtung an die Rioja Alta an und folgt dem Flusslauf des Ebro in Richtung Mittelmeer. Auf die 37 Gemeinden der Rioja Baja entfällt ungefähr ein starkes Drittel der Anbaufläche. Das Klima ist hier bereits merklich wärmer und trockener. 3.000 Sonnenstunden werden jährlich gezählt, es fällt wenig Niederschlag pro Jahr. Die Erträge in diesem Gebiet sind höher als in den anderen Gebieten der Rioja. Die Weine haben einen höheren Alkoholgrad und einen niedrigeren Säuregehalt. Es war im 17. und 18. Jhdt., als sich eine Präferenz für den Clarete, eine damals beliebte und spezifische Mischung zwischen Rot- und Weißwein, entwickelte. Die Spezialität des Clarete wird auch heute noch in der Region produziert. Eine entscheidende Wende für die Bedeutung der Riojaweine im internationalen Handel brachte schließlich das Jahr 1780, als Manuel Quintano eine in Bordeaux entwickelte Ausbautechnik einführte und als erster benutzte. Damit wurden die abenteuerlich anmutenden Behandlungsmittel aus dem Mittelalter wie Harz, Fisch oder Branntwein überflüssig. Die Extraktionszeit, während der die Farbe aus den Schalen in den Most wandert, wurde verkürzt und die Klärung des Weines wurde erstmalig mit dem Eiweiß von Hühnereiern durchgeführt. Jahre später war es der Marqués Luciano de Murrieta, der mit Unterstützung des Duque de la Victoria die von Quintano eingeführte Technik weiterentwickelte. Zum Ende des 19. Jhdt. brach ein goldenes Zeitalter für den spanischen Weinbau an, von dem auch die La Rioja profitierte. Die Reblaus vernichtete in Frankreich den Weinbau, was zu einem drastischen Anstieg der Nachfrage an spanischen Weinen führte. Weinhändler aus allen Ländern interessierten sich für die Weine aus der Rioja. Weinbauern und Kellermeister aus Bordeaux ließen sich in der Rioja nieder und brachten ihre Erfahrungen und Kenntnisse ein. Die Rioja wurde an das Eisenbahnnetz angeschlossen, in Haro besteht das Bahnhofsviertel beinahe ausschließlich aus namhaften Bodegas. So entstanden Weinkellereien im Bordeaux-Stil. In der Rioja bildeten sich in jener Zeit viele große Weingüter, die heute noch als Markenzeichen für den Weinbau der Region stehen. Leider besuchte die Reblaus Jahre später auch Spanien und Rioja heim. Als die Plage überwunden war, passten die Weingüter ihre Weinberge und  -produktion den neuesten Erkenntnissen an und orientierten sich am gesicherten Minimalertrag. 1926 wurde Rioja der Vorreiterrolle gerecht und sie wurde als eine der ersten Gebiete in den Stand einer D.O.erhoben, 1991 hob man den Status auf D.O.Ca. an: Denominación de origen calificada - Weinanbau als kontrollierte Ursprungsbezeichnung. In der Rioja kommen drei verschiedene Bodentypen vor. Es ist zunächst ein Gemisch aus Kalkton, Tonerde, Kreide und Sandstein oder stark eisenhaltige Tonerde sowie Magerton- und Lehmböden mit Anschwemmungen des Ebro und seiner Nebenflüsse. Diese Bodentypen verteilen sich folgendermaßen auf die Weinbaugebiete. In Rioja Alavesa sind es Kalktonböden. In Rioja Alta hat man  Ablagerungen, die mit kalk- und eisenhaltiger Tonerde und Anschwemmungen durchmischt sind. In Rioja Baja sind es eisenhaltige Tonerde und Ablagerungen der Nebenflüsse.

La Rioja

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