D.O. Rueda

Rueda

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D.O. Rueda wurde 1970 gegründet und gilt als erstes Anbaugebiet (ca. 5.700 Hektar) von Kastilien und León. Es ist zwischen den Rotweingebieten Toro im Westen und Ribera del Duero im Osten eingebette und wird als das traditionsreichste Weißweingebiet Zentralspaniens von Süd nach Nord von den Zuflüssen des Duero durchzogen, der das Gebiet auf seiner nördlichen Seite begrenzt. Nur eine der insgesamt 73 Gemeinden der D.O., Torrecilla de la Abadesa, liegt jenseits des Dueros. Der größte Teil des Qualitätsweingebietes umgarnt die Provinz Valladolid und im Süden reicht das Gebiet bis in die Provinz Avila. Hier bildet das historische Örtchen Madrigal de las Altas Torres die Grenze und im Südosten sind es siebzehn Gemeinden der Provinz Segovia. Rueda wurde nach dem gleichnamigen Ort benannt und ist Standort des önologische Forschungsstation von Kastilien und León. Die geographische Mitte bildet jedoch die Kleinstadt Medina del Campo mit ihrem berühmten Schloss dar. Einst war es einmal wirtschaftliches Zentrum ganz Altkastiliens, heute widmet man sich in Medina heute vornehmlich der Landwirtschaft. Im 16. und 17. Jhdt. waren die Rueda-Weine, die ausschließlich aus Verdejo gekeltert wurden, unter der Bezeichnung Tierra de Medina bekannt. Die Nachfrage nach diesen Weinen war so groß, dass fast die gesamte Wirtschaft des Gebietes vom Weinanbau und der Kellerwirtschaft leben konnte. Die Weine hatten damals den Ruf, heilende Wirkung auf Krankheiten, wie z. B. Gicht zu haben. 1492 wurde ein Gesetz zum Schutze der Reben erlassen, das es Schaf- und Ziegenherden untersagte, auf den Rebflächen zu weiden. Für den Verkauf junger Weine musste man über eine Erlaubnis der Gemeinderäte verfügen. Um die Weine zu klären, benutzte man damals schon Eiweiß oder Rahm, bis man auf die Tonerde aus Nava del Rey im Westen des Gebietes stieß, welche die damaligen önologischen Kenntnisse revolutionierte. Diese Tonerde klärte und verfeinerte die Weißweine nicht nur, sondern neutralisierte auch einen Teil ihrer Säure. 1884 sorgte die Reblaus für eine große Zäsur. Beim Wiederaufbau der Rebhänge wurde in Rueda ein großer Teil der Verdejo-Anlagen durch die schnellwachsenden und ertragreichen Sorten Palomino und Viura ersetzt. In Mode kamen aufgespritete Weine, sogenannte Vinos Rancios, die den andalusischen Vinos de Jerez ähnelten, aber im Eichenfass sowie in großen Glasballons reifen durften. Die Geschichte der Rueda-Weine wurde 1972 neu geschrieben, denn die Bodega Marqués de Riscal suchte außerhalb der Rioja ein Gebiet, um moderne Weißweine mit eigenem Stil zu keltern. Nach Versuchen mit der dort heimischen Rebsorte Verdejo entschied man sich für Rueda. Eine neue Bodega wurde gebaut und zwei Jahre später die französische Rebsorte Sauvignon Blanc gepflanzt, die sich gut an die extremen Witterungsverhältnisse des kastilischen Hochlandes gut eignete. Als Folge des Weißweinbooms in Rueda, nachdem Palominoanlagen gegen Verdejo und Sauvignon Blanc ausgetauscht wurde, ist die Erzeugung des Espumosos, ein Schaumwein in Flaschengärung, der strikt nach der Champagnermethode erzeugt wird. Am Duero-Ufer entlang und in den flachen Tälern der Zuflüsse Trabancos, Zapardiel, Adaja und Eresma findet man Schwemmland das mit Kiesterrassen vermischt ist. Auf der Hochebene herrschen Ablagerungen aus dem Miozän vor. Es sind hauptsächlich Lehm- und Sandböden, die von kalkhaltigem Untergrund an den flachen Hügeln abgelöst werden. Die Böden sind steinig und sehr durchlässig, arm an organischer Materie und besitzen ph-Werten von 7 bis 8.