D.O. Toro

Toro

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D.O. Toro wurde 1987 gegründet schlängelt sich entlang des Dueros. Das Weingebiet ist nach dem gleichnamigen Städtchen benannt, das zwischen Zamorra und Tordesillas liegt. In diesem Bereich Kastiliens hat es in den vergangenen zwanzig Jahren eine Strukturveränderung gegeben, die man auch als Wiederentdeckung alter Qualität nennen könnte. Das Anbaugebiet befindet sich im zentralen Osten der Provinz Zamora, die jahrhundertelang zu den wichtigsten Weinerzeugern in Kastilien und León gehörte. Die Reben erstrecken sich auf sanft gewelltem Gelände, das in Konkurrenz zu den Getreidefeldern steht, ab und zu runden Pappeln und Pinien das Bild ab und so mancher Tafelberg lenkt von der eintönigen Landschaft ab. Das Erdreich von braun-gelblich oder rötlich. Markante Höhenunterschiede gibt es nur am Fluss, der sich an einigen Stellen recht tief in die Landschaft gegraben hat. Der Duero macht kurz vor dem Eintritt in die Provinz Zamora einen Knick und durchfließt anschließend das die D.O. Toro von Ost nach West. Toro hat in der Provinz Zamora zwölf Ortschaften und drei weiter westlich gelegene Gemeinden der Provinz Valladolid. Der Großteil der 4.200 Hektar eingetragener Rebfläche befindet sich aber in Zamora. Mit Beendigung der Umstrukturierung 1992 wurden pro Jahre rund einhundert Hektar neue Rebfläche angepflanzt und seit 1995 hat der Erfolg der Toro-Weine zu einem starken Anwachsen der Flächen geführt. Aufgrund der unterschiedlichen Bodenverhältnisse innerhalb von Toro unterscheidet man in zwei Teilbereiche. Der fruchtbaren Böden wegen gestattet man den beiden östlich gelegenen Orten Morales de Toro und Pedrosa del Rey höhere Erträge bei den weißen Sorten und den Anbau des roten Garnachas. Hauptsorte in der D.O. Toro ist die rote Tinto de Toro, eine Variation des Tempranillo. Weil Weine aus Tempranillo früher schon einmal bis zu 17 % Alkohol hervorgebracht haben und diese Alkoholbomben im Laufe der Zeit immer weniger Zuspruch fand, deckelte die D.O. Toro Alkoholgehalt auf maximal 15 Prozent. Liebhaber des Tinto de Toro schätzen Weine zwischendreizehn und vierzehn Prozent. Mit diesem
Stil der fruchtbetonten und nicht allzu schweren Weinen hat Toro in den vergangenen Jahrzehnten große Erfolge verzeichnet. Bereits im Hochmittelalter waren die Weine aus der Gemeinde Toro berühmt und begehrt. Viele Pilger auf dem Weg nach Santiago tranken die gehaltvollen Weine wegen ihrer stärkenden Wirkung. Alfons IV., König von León, schenkte 1208 der Kathedrale von Santiago de Compostela große Flächen Rebland in der Umgebung von Toro, um die Bedürfnisse des Klerus zu befriedigen.  In Sevilla durfte im 14. Jh. kein gebietsfremder Wein gehandelt werden, wenn er nicht aus Toro kam. Zwei Jahrhunderte später, als Weißweine aus Kastilien in der Gunst der Krone standen, stammten die ersten Rotweine, die am königlichen Hofe getrunken wurden, aus Toro. Alle anderen Roten wurden an der Stärke, der Farbe und am Aroma dieser Weine gemessen. Die Böden sind im allgemeinen locker und durchlässig, von braun-gelblicher oder braun-rötlicher Farbe, mit einem hohen Sandanteil, teilweise auch kalkhaltig und in den besten Lagen mit recht hohem Eisengehalt. Um das Städtchen Toro herum sind die Böden sehr karg und nicht sehr tief, mit einem recht hohen Anteil von Kies. Daher werden hier nur relativ niedrige Erträge gelesen. Weiter im Osten, bei Morales de Toro, finden sich tiefere Böden mit einem hohen Anteil an Sand, durchsetzt mit Lehm und feldspatreichem Sandstein. Hier liegen die Erträge weit höher.