D.O.Ca. Priorato/Priorat

Priorato/Priorat

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D.O.Ca. Priorato/Priorat wurde 1954 gegründet und war bis vor wenigen Jahren fast vergessen. Es entwickelte sich zu Beginn der 1990er Jahre eine regelrecht Qualitätsrevolution, die das Priorato wieder in den Mittelpunkt des Interesses rückte. Das Priorato liegt vom Westen her gesehen hinter den Montsant-Bergen, etwa fünfzig Kilometer vom Mittelmeer entfernt und von diesem durch ein Küstengebirge getrennt. Auf dem kleinen Rebland werden vor allem Trauben für Rotweine angebaut. Um dort hinzukommen fährt man von Tarragona aus an der katalanischen Mittelmeerküste nach Reus. Von dort aus dauert es über einen kurvenreichen Pass bis Falset eine gute Stunde. Falset ist das größte von elf Dörfern, die gemeinsam eines der kleinsten spanischen Anbaugebiete bilden. Neben dem Weinbau tragen nur Oliven und Mandeln zum Lebensunterhalt der Bewohner bei. Nach Schätzung des Consejo Regulador werden auf ca. 1.230 Hektar Reben kultiviert. Doch mit den modernen Priorato-Weinen kamen zu Beginn des Jahrzehnts Erfolg und internationales Interesse zurück. Für die Weine aus dem Priorat werden wieder Preise bezahlt, mit denen die Kosten gedeckt werden können. Wer heute die Region besucht, sieht nun auch wieder neu angelegte Weinberge. Auch ist die Zahl der aktiven Weingüter erheblich gestiegen. 1163 gründete Alfonso II. von Aragonien in Scala Dei den Orden der Karthäusermönche, die sich dem Weinbau widmeten. nachdem ein Dorfbewohner aus dem Ort Poboleda eine Erscheinung hatte: Engel schwebten auf einer in den Himmel führenden Stiege auf und nieder. Mit der Klostergründung begann eine lange Phase des Wohlstandes für das Priorato, in der Weinbau eine wichtige Rolle spielte. Vier Freunde waren es, die das Priorat aus einem Dörnröschenschlaf holten, denn die Önologen René Barbier, Alvaro Palacios, Carles Pastrana und José Luiz Pérez begannen damit, gemeinsam einige Weine zu produzieren. Der Erfolg gab ihnen recht. 1989 machten sie erste Weine, seit 1991 hat jeder ein eigenes Weingut. Mit ihren Weinen hatten sie sensationelle Erfolge und zogen das Augenmerk der Weinwelt auf die Weine des Priorato. Damit hat es die Reputation zurückgewonnen, die es verdient. Einziges Problem: Es gibt von keinem der neuen Super-Weine mehr als 100.000 Flaschen. Allerdings ist die Zahl der Bodegas in jüngster Zeit kräftig gestiegen und betrug Ende 2002 bereits 43. Bis 1989 war Scala Dei die einzige flaschenfüllende Bodega des Gebiets gewesen. Die Böden sind mager und steinig. In 40 cm Tiefe liegt meist nackter Fels. Nur in Talsohlen finden sich tiefgründigere Böden. Das Material ist dunkel (wärmespeichernd) und besteht aus Vulkanwitterung, Schiefergestein und Quarz, hier „licorella“ genannt. Diese Böden erbringen sehr niedrige Erträge, aber extrem reife, konzentrierte und aromatische Weine mit interessanter Struktur. Sie sind kaum mit anderen Weinen Spaniens zu vergleichen. Für Rotweine werden Cariñena, Garnacha Tinta, Garnacha Peluda, Mazuelo, Merlot, Picapoll Negre, Pinot Noir, Syrah, Ull de Llebre (Tempranillo) angepflanzt. Weißweine erhält man von Chenin Blanc, Garnacha Blanca, Macabeo, Muscat d’Alexandrie, Muscat Blanc à Petits grains, Pansal, Pedro Ximénez, Picapoll Blanca, Viognier.