D.O. La Mancha

D.O. La Mancha wurde 1976 gegündet. Spanien wird im Landesinneren hautpsächlich von einer Hochebene gebildet, die Meseta. Hier findet man neben dem traditionellen Weinbau auch unendliche Olivenhaine und das goldgelbe Band der Getreidefelder. Die rotbraunen, krumigen Böden stammen aus dem Miozän. Sie sind arm an organischer Materie und stark kalkhaltig. Fast zwanzig Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche steht dem Weinbau zur Verfügung. Das ergibt die stolze Zahl von fast 700.000 Hektar rebbestockter Fläche. In den fünf Provinzen (Albacete, Ciudad Real, Cuenca, Toledo und Guadalajara) der Region La Mancha werden in Spitzenjahren nahezu die hälfte der spanischen Jahresproduktion erzeugt. Schon die Römer bauten im Landesinnern Wein an. Sogar unter maurischen Besetzung Spaniens Wein wurde Wein angebaut - eine spezielle Ausnahmegenehmigung des Kalifats machte dies möglich. Als die Kreuzritter unter Alfons VII. im Jahre 1150 weite Teile der Mancha von den Mauren zurückeroberten, fanden sie in der südlichen Mancha, in der Region Valdepeñas prosperierende Weinberge vor. Der Zisterzienser-Mönch Raymond de Citeaux war es, der als später Raimundo de Fitero bekannt wurde und auf seinem Pilgerweg nach Süden die Pinot Noir-Rebe mit nach Spanien im Gepäck hatte. Demnach wäre der Pinot Noir die "Mutter" der heutigen Tempranillo- oder auch Cencibel-Rebe, wie sie in La Mancha genannt wird. Das 15. Jahrhundert schließlich zählt als Hochzeit der Mancha-Weine, denn am Hof Philips II. erfreuten sich die La-Mancha-Weine größter Beliebtheit. Unter Karl III. steigerte sich der Weinkonsum derart, dass der König eine Steuer auf den Wein erheben konnte, mit der sein Hofstaat Bauwerke wie das Tor von Alcalá oder das große Tor von Toledo in der alten Stadtmauer finanzierte.

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